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Gelenkentlastung
About osteoarthritisKniegelenksarthrose

Wenn sich die Gelenkfläche des Knies abnutzt, spricht man von Arthrose. Diese Gelenkfläche ist normalerweise mit Knorpel überzogen, einer festen Substanz, die wie ein Kissen gegen Schocks wirkt. Wenn sich bei Kniegelenksarthrose die Knorpelschicht abgenutzt hat, können die Knochen aneinander reiben, was Schmerzen verursacht.

 

Die Bedeutung einer Reduzierung der Gelenkbelastung

Bei Studien hat sich gezeigt, dass sich Arthrose bilden oder verschlechtern kann, wenn ein Gelenk übermäßiger Belastung oder einem zu hohen Gewicht ausgesetzt ist.1,2 Das Ergebnis sind Schmerzen und eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Eine Überbelastung kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, wie spezielle anatomische Gegebenheiten, Verletzung oder Übergewicht. Wenn ein Gelenk einer zu starken Belastung unterzogen wird, kann das Fortschreiten der Gelenkerkrankung zu einer schmerzhaften Kniegelenksarthrose führen.3,4,5,6,7 Indem man für das Knie wieder die normalen Belastungsverhältnisse herstellt, lassen sich die Schmerzen lindern, und der Knorpel kann geschont werden.8

 

Die Ziele bei der Behandlung einer Kniegelenksarthrose sind eine Reduzierung der Schmerzen, eine Wiederherstellung der normalen Aktivität und eine Verlangsamung des Voranschreitens der Erkrankung. Medikamente und bestimmte Verfahren zur Reparatur des Knorpels können zwar vorübergehend Linderung schaffen, häufig behandeln sie aber nicht die der Kniearthrose zugrunde liegenden Probleme. Bestimmte invasive chirurgische Verfahren können die Belastung des Gelenks wirksam reduzieren. Sie bedingen aber häufig definitive Veränderungen der natürlichen Anatomie des Gelenks, was spätere Behandlungsoptionen einschränken kann.

Was ist das Atlas Kniesystem?
Spezielle Vorteile
 Pain relief

Eine Entlastung des Kniegelenks sorgt klinisch nachweislich für Schmerzlinderung


Atlas System unloads up to 13 kg

Das Atlas System entlastet das Kniegelenk um bis zu 13 kg


Joint preserving and reversible

Gelenkschonend und reversibel


Advanced carbon fi ber and titanium biomaterials

Modernste Biomaterialien aus Carbonfaser und Titan

Was ist das Atlas Kniesystem?

 

Das Atlas System ist ein Implantat zur Entlastung des Kniegelenks, das wie ein Stoßdämpfer wirkt. Seit 2008 gilt es als erwiesen, dass mit diesem Konzept Schmerzen gelindert werden können. Es wurde speziell entworfen, um Patienten mit Kniegelenksarthrose einen hohen Grad an Aktivität oder Produktivität zu ermöglichen. Das Atlas System besteht aus modernsten Biomaterialien und wurde auf Dauerfestigkeit und Biokompatibilität getestet.

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Das Atlas System kann für Sie geeignet sein, wenn diese Gegebenheiten auf Sie zutreffen:

 

  • Sie haben Schmerzen an der inneren (medialen) Seite des Knies, besonders bei Aktivität.
  • Sie wären gerne wieder aktiver.
  • Sie leiden unter Kniegelenksarthrose des inneren Kompartiments (medialer Gonarthrose).

Das Atlas System kann Arthrose nicht heilen, aber es kann die Schmerzen lindern.

 

Nach dem Eingriff
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(Abb. 1)

Lagern Sie das Bein über längere Zeiträume am Tag hoch (über Herzhöhe), um die Schwellung zu reduzieren.


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(Abb. 2)

Stärkung des Quadrizeps (z. B. durch Anheben des gestreckten Beins)


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(Abb. 3)

Übungen für die Beweglichkeit des Knöchels

Worauf müssen Sie sich nach dem Eingriff einstellen?

Zur Implantation des Atlas Systems ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich. Um das Implantat richtig positionieren und fixiren zu können, muss der Chirurg Haut und weiches Gewebe (Muskeln, Sehnen) dehnen. Es ist zu erwarten, dass Sie Schmerzen um den Schnitt spüren und dass Ihr Knie und Ihr Unterschenkel nach der Operation anschwellen.

 

Übersicht über das Reha-Programm

Nach dem Eingriff müssen Sie ein Reha-Programm absolvieren, um Ihre Kraft und Beweglichkeit wiederzuerlangen.
In den ersten beiden Wochen nach der Operation ist es besonders wichtig, sich an diese Anweisungen zu halten.

 

Die ersten beiden Wochen nach dem Eingriff
  • Lagern Sie das Bein über längere Zeiträume am Tag hoch (über Herzhöhe), um die Schwellung zu reduzieren. (Abb. 1)
  • Legen Sie nach Anweisungen des Chirurgen Eis auf.
  • Schützen Sie die Wunde: Berühren oder reiben Sie die Narbe oder die Fäden nicht.
  • Nehmen Sie Schmerzmittel nach Anweisung.
  • Tragen Sie keine Orthese.
  • Besprechen Sie Übungen zur Stärkung des Quadrizeps (z. B. durch Anheben des gestreckten Beins, Abb. 2), zur Beweglichkeit des Sprunggelenks (Abb. 3) sowie den erwarteten Bewegungsumfang mit Ihrem Chirurgen.
  • Machen Sie weiterhin Übungen zur Stärkung der Rumpf- und Hüftmuskulatur.

 

Woche drei bis sechs nach dem Eingriff
  • Es wird weiter nach Anweisung des Chirurgen oder des Physiotherapeuten am Bewegungsumfang, an der Kraft und am Gleichgewicht gearbeitet (z. B. Abrollen des Fußes beim Gehen, Balancieren auf einem Bein).
  • Rückkehr zum aktiven vollen Bewegungsumfang und Beginn der Dehnung von Hüfte, Knie und Sprunggelenk.

 

Ab Woche sechs
  • Nachsorgebesuch beim Chirurgen um Woche sechs
  • Verstärkte Intensität der funktionellen Übungen
  • Besprechung der Rückkehr zu weiteren Aktivitäten mit dem Chirurgen und dem Physiotherapeuten

 

Um während der Dauer der Rehabilitation unnötige Schmerzen zu vermeiden, verzichten Sie auf Übungen, die
  • an der Operationsnarbe reiben
  • einen harten Druck direkt auf den Operationsbereich ausüben

 

Ihr Arzt hilft Ihnen bei der Bestimmung der besten Behandlungsfolge in Ihrem speziellen Fall, je nach Schwere der Erkrankung und dem gewünschten Grad der Aktivität. Wenden Sie sich mit Fragen zur Kniegelenksarthrose oder hinsichtlich Ihrer speziellen Behandlungsoptionen bitte an Ihren Arzt.

 

Patientenkarte
Patientenkarte

Bitten Sie Ihren Chirurgen, die Angaben auf der Karte auszufüllen, und führen Sie diese immer mit sich, um beispielsweise am Flughafen nachzuweisen, dass sie ein Implantat tragen. Ärzte können daraus die Einzelheiten über Ihr Implantat und den Eingriff entnehmen.

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Literatur
  1. Radin EL. Who gets osteoarthritis and why? An update. J Rheumatol 2005; 32:1136–8.
  2. Block JA, Shakoor N. The biomechanics of osteoarthritis: implications for therapy. Curr Rheumatol Rep 2009; 11: 15–22.
  3. Radin EL, et al. Role of mechanical factors in pathogenesis of primary osteoarthritis. Lancet 1972; 1:519–22.
  4. Radin EL, et al. Response of joints to impact loading. J Biomech 1973; 6:51–7.
  5. Radin EL, Rose RM. Role of subchondral bone in the initiation and progression of cartilage damage. Clin Orthop Relat Res 1986:34–40.
  6. Burr DB, Radin EL. Microfractures and microcracks in subchondral bone: are they relevant to osteoarthritis? Rheum Dis Clin North Am 2003; 29: 675–85.
  7. Lindsey CT, et al. Magnetic resonance evaluation of the interrelationship between articular cartilage and trabecular bone of the osteoarthritic knee. Osteoarthritis Cartilage 2004; 12: 86–96.
  8. Radin EL, Burr DB. Hypothesis: joints can heal. Semin Arthritis Rheum 1984; 13:293–302.